Se-Au-We Methode

Die von mir entwickelte Se-Au-We Methode ist die Grundlage meiner Arbeit und hilft mir rasch und einfach den Ansatzpunkt zu finden, an dem Veränderung leicht und einfach möglich ist.

Elterliche Führung basiert auf einem Zyklus aus drei Komponenten: Selbsterkenntnis, Authentizität und Wertschätzung.


Se-Au-We Methode

Selbsterkenntnis

Das was Kinder in ihrer Entwicklung brauchen ist ein Erwachsener, der klar ist, was seine eigenen Werte, Einstellungen und Bedürfnisse angeht – der bereit ist, sich selbst immer wieder kritisch zu hinterfragen und seine Selbsterkenntnis dadurch steigert.
Dich selber zu kennen und zu wissen, was du willst und was du nicht willst ist ein wesentlicher Bestandteil für eine gute Beziehung. Und zwar, weil du klar formulieren kannst, was dir wichtig ist und was für dich überhaupt nicht passt. Dabei sind diese Dinge nicht starr und für immer in Stein gemeißelt, sondern flexibel und veränderbar. Dinge, die bei einem Kleinkind passen, sind bei einem größeren Kind vielleicht völlig überholt.
Je klarer du dir also bist, wer du bist und für was du stehst, umso präsenter kannst du für dein Kind sein. Und dieser Weg führt dich dann weiter zur Authentizität.

Authentizität

Authentizität ist die Grundlage für echte Wertschätzung. Oft verstecken wir Eltern uns hinter bestimmten Rollen, die wir für richtig halten, also z.B. die “verständnisvolle Mutter” oder der “konsequente Vater”.
Wenn du aber aufgrund deiner Selbsterkenntnis weißt, was du willst und was nicht, was dir wichtig ist und was nicht, kannst du beginnen, deinem Kind dieses auch ehrlich zu zeigen. Es geht also darum, zur eigenen Kraft zu kommen und dann deinen Kindern gegenüber genau so zu ein, wie du bist. Und da Kinder ja am meisten durchs Vorbild lernen, kannst du ihnen auch so am besten vermitteln, dass es ok ist, zu sein, wie man ist.
Diese Authentizität führt dann zu einer Beziehung, die wirklich wertschätzen kann.

Wertschätzung

Wertschätzung ist eine Haltung, in der der Beziehungspartner (hier das Kind) mit all seinen Gedanken, Bedürfnissen, Reaktionen, Gefühlen und Handlungen genauso ernst genommen wird, wie man selbst. Das bedeutet nicht, alles zu tun, was dein Kind will, aber es bedeutet die individuellen Eigenschaften zu respektieren und die Wünsche und Bedürfnisse in deine elterliche Entscheidung einfließen zu lassen und zu berücksichtigen.
Diese Anerkennung des Kindes wiederum gibt dir Feedback und führt so zu weiterer Selbsterkenntnis, so dass ein Kreislauf von elterlicher Führung entstehen kann, der sich immer an den aktuellen Bedürfnissen von Eltern und Kindern orientiert.