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Alles eine Frage der Sprache

„Wenn Kinder nicht zuhören, dann liegt das in der Regel daran, dass die Eltern sich nicht so äußern, dass sich das Zuhören lohnt“ (Jesper Juul)

Harte Worte…
und doch ist verdammt viel dran.

Gerade Mamas sind stets bemüht, ihren Kindern eine höfliche und sogenannte soziale Sprache beizubringen, auch indem sie diese selbst verwenden:
„Du musst BITTE sagen“
„Das heißt nicht ICH WILL, sondern ICH MÖCHTE“
sind klassische Sätze, die Kinder spätestens ab einem Alter von 3 Jahren ständig zu hören kriegen.
Diese sogenannte soziale Sprache, die sie da beigebracht bekommen, ist auch für die gesellschaftliche Welt äußerst hilfreich und gut, weil sie uns ermöglicht, freundlich miteinander zu kommunizieren.

In persönlichen Beziehungen, wie in unserer Partnerschaft und bei unseren Kindern, funktioniert sie aber überhaupt nicht und führt im Gegenteil eher zu zahlreichen Missverständnissen und Konflikten.

Hier brauchen wir eine persönliche Sprache, die unsere Gefühle, unsere Bedürfnisse und Grenzen klar zum Ausdruck bringt – offen, ehrlich und authentisch.

3 Tipps, wie du zu einer persönlichen Sprache kommst und so die Kommunikation mit deinem Kind nachweislich verbesserst

Tipp 1: Ich Botschaften

In vielen Situationen, gerade, wenn es um Konflikte geht, formulieren wir unsere Bedürfnisse so:
„Du musst dringend mal wieder aufräumen“
„Du musst noch deine Hausübung machen“
„Wie kannst du das vergessen?“

Doch alle Sätze beinhalten Kritik und Abwertung unserem Kind gegenüber. Es fühlt sich verletzt, ist traurig und wütend. 
Keine gute Voraussetzung, dass es deinem Wunsch nachkommt…

Deshalb:
Verwende „Ich Botschaften“ ! Sprich also von deinen Gedanken und Bedürfnissen ohne dein Kind dabei zu verletzten oder zu kritisieren.

Tipp 2: Finde deine Werte

In vielen Aufforderungen die wir unseren Kindern mitteilen, lassen sich bei genauerer Betrachtung „Fragen“ entdecken.
„Kannst du dir jetzt bitte die Schuhe anziehen?“
„Würdest du bitte dein Zimmer aufräumen“

Deshalb:
Finde heraus, was dir wichtig ist, was du willst und was du nicht willst, denn das ist der Schlüssel für mehr Klarheit und Authentizität.

Tipp 3: persönliche Grenzen

Oft erwarten wir von unserem Kind, dass es unsere Gedanken liest und deuten unsere Grenzen in unklaren Sätzen an, die Kinder nicht verstehen können

„Siehst du denn nicht, dass ich gerade beschäftigt bin?“
„Ach Schatz, jetzt mag die Mama gerade nicht spielen, später dann.“
„Die Musik ist schon ein bissi laut – findest du nicht?“

Deshalb:
Mach dir Gedanken über deine persönlichen Grenzen und kommuniziere sie, damit dein Kind sich daran orientieren kann.

Lust auf noch mehr Input?

Dann schau dir doch einfach noch meine anderen Blogartikel zum Thema “Sprache” an, wie z.B. “Was hab ich gesagt?” oder “Wie man in den Wald hineinruft” an.

Wenn du Interesse hast, an der Kommunikation mit deinem Kind zu arbeiten, dann meld dich doch einfach zu meinem Email Kurs “Mein Kind will einfach nicht hören” an oder vereinbare ein kostenloses telefonsiches Erstgespräch mit mir.

Du kannst mir natürlich bei Fragen auch direkt schreiben und/oder mir Feedback geben.
Deine Heike