Aufräumen ohne Stress!

Der Fußboden ist kaum noch zu sehen? Stattdessen ein Chaos von Legosteinen, Bauklötzen, Playmobil Kleinteilen, Haarspangen und Krimskrams?

Jeden Tag der gleiche Stress mit dem Aufräumen und am Ende bist doch du es, die/der zusammenräumt und aus dem Schlachtfeld wieder ein Kinder- oder Wohnzimmer macht?

 In diesem Artikel erfährst du, dass Aufräumen auch stressfrei funktionieren kann

 Vorstellung von Ordnung

 Menschen haben eine sehr unterschiedliche Vorstellung von Ordnung. Wenn du z.B. 5 verschiedene Leute bittest, ein Zimmer aufzuräumen, ist das Endergebnis fünf verschiedene Arten von Ordnung, weil jede/r von ihnen einen unterschiedlichen Maßstab hat, was sie/er als ordentlich empfindet und was nicht. Häufig wird dieses Phänomen bereits zu Hause mit dem Partner sichtbar. Der eine legt großen Wert darauf, dass alle Gegenstände einen fixen Platz haben, den anderen stört es nicht, wenn Dinge rumstehen.

Kinder haben bis zum Volksschulalter noch gar keine Vorstellung von Ordnung, weil ihnen bis dahin die Fähigkeit fehlt, Strukturen zu erkennen und diese nachzuahmen. Sie brauchen in dieser Hinsicht Unterstützung ihrer Eltern. Und auch wenn die Kinder bereits größer sind, brauchen sie weiterhin Begleitung beim Finden einer Strategie.

Tipps:

 Kleinkinder ab ca. 1,5 Jahre

 Fang schon früh damit an, dein Kind mit ins Aufräumen einzubeziehen, indem du beginnst Ordnung zu schaffen und deiner Tochter/ deinem Sohn erklärst, was du gerade tust. „ Schau mal, zuerst packen wir alle Bausteine, in diese Kiste.“ „So und nun suchen wir alle Autos und packen sie in diese Autokiste – kannst du mir helfen und mir das Auto dort drüben holen?

Kleinkinder ab ca. 2 Jahre

 Erleichtere deinem Kind das Aufräumen durch Kisten, in die das Spielzeug gepackt werden kann. Die Kisten kannst du außen gut sichtbar z.B. mit Fotos oder Bildern des jeweiligen Inhaltes bekleben. Du machst also ein Foto von den Bausteinen und pickst es auf die Bausteinkiste etc.. Diese eindeutigen Plätze helfen deinem Kind dabei, Strukturen zu erkennen und es fällt ihm leichter sein Spielsachen zuzuordnen. Unterstütze es dabei, die Sachen in die Kisten zu räumen und biete auch hier wieder eine Strategie an, indem du damit beginnst erst eine Kiste zu füllen, dann die nächste usw. bis alles Spielzeug aufgeräumt ist.

 Kinder ab ca. 5 Jahre

 Ab ungefähr 5 Jahren kannst du beginnen, deinem Kind deine Kriterien für ein aufgeräumtes Zimmer zu vermitteln. Erkläre und zeige deinem Kind so genau wie möglich, wie für dich ein aufgeräumtes Zimmer aussehen soll, z.B.: Das Bett ist gemacht, das Spielzeug bis auf „Gebautes (aus Lego oder Playmobil etc.) in die passenden Kisten geräumt, das Gewand ist in der Wäsche oder im Schrank, die Stifte befinden sich in ihrer Box, alle Schulbücher sind in der Schultasche u.ä..

Kinder ab ca. 10 Jahre

Mit ungefähr 10 Jahren fangen Kinder an, eigene Kriterien für Ordnung zu bilden. Sei dir bitte bewusst, dass diese unter Umständen ganz anders aussehen als deine eigenen. Hier sind nun Kompromisse gefragt. Es ist wichtig für dein Kind, dass es mit dir über die Ordnung in seinem eigenen Zimmer diskutieren darf und ihr gemeinsam einen Weg findet, der für euch beide passt. Hier gilt es einfach auch, öfter mal ein Auge zuzudrücken. Du förderst damit die Selbständigkeit und Autonomie deines Kindes enorm. Natürlich darfst du dich aber auch hinsichtlich deiner absoluten No Go’s deinem Kind gegenüber angrenzen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, bei Lebensmitteln im Kinderzimmer, die gerade von Teenager gerne vergessen werden und dann schimmeln können.

Ich hoffe, Dir hat mein Artikel gefallen! Besonders ans Herz legen möchte ich Dir meine Artikel zu den Themen Wut und Aggression, Konflikte und Schulprobleme.

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Deine Heike

 

 

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